Update 2017

Hallo !

Ja, lang ist's her, dass ich mich hier mal wieder gemeldet habe. Ich versuche Euch einfach mal ein kurzes Update da zu lassen, für die Leute die immer noch interessiert sind.

Am 28.11.2016 ging dann die Tagesklinik los, in der Nacht davor war mein Kater verstorben.
Der erste Tag war wirklich die reinste Hölle weil es einfach ein ganz anderes Umfeld war und ich jede Sekunde damit konfrontiert war, dass ich dort sein muss weil ich krank bin - Zuhause geht es mir einfach 'sehr schlecht', dort bin ich krank - Und mit diesem Gefühl gingen auch die nächsten Tage weiter & sie fingen dort an mir mein Handy wegzunehmen, damit ich nicht mehr mit meiner Freundin schreiben konnte, weil das ja wohl für beide Seiten nur entlastend sein kann und eher zu einer Besserung führen könne. Kurz davor war ich noch direkt rückfällig geworden und hatte mir ordentlich mit Lorazepam (Tavor) und Alkohol die Gefühle weggepustet.

Das Handyverbot führte zum genauen Gegenteil von dem wovon die Ärzte dort ausgegangen sind. Ich war so unruhig und wenn ich das Handy dann endlich mal hatte konnte ich gar nicht mehr anders als meiner Freundin ununterbrochen mit Fragen auf den Nerv zu gehen, weil ich sie so noch viel mehr vermisst habe. Das zog sich dann über zwei bis drei Wochen und der Zustand zwischen uns wurde immer schlimmer.

Fortschritte bis dato in der Tagesklinik? Fehlanzeige...ich habe es so aussehen lassen als gäbe es welche, um meine Ruhe und eben auch mein Handy zurückzubekommen, aber es hat kein Stück geholfen.
Auch das neue Medikament (Quetiapin, 4x25mg täglich) schlägt wie gewohnt bei mir kein Stück an. Das Mirtazapin habe ich auch in Eigenregie einfach mal erhöht, und nehme nun anstatt 45mg eben 60mg am Tag, aber auch dort gibt es nach wie vor keine spürbare Wirkung.

Dann stand Weihnachten vor der Tür, der Freitag vor Weihnachten & ein riesen Streit entfachte schon Mittags zwischen meiner Freundin und mir. Ein Mitpatient sagte mir, dass ich mich ruhig später bei ihm melden könne und vorbeikommen dürfte, da seine Frau sowieso auf Nachtschicht wäre. Der Streit eskalierte immer mehr und ich fand mich wiedereinmal in der Notaufnahme wieder...20 Tabletten Lorazepam...ein kleiner gefühlter Erfolg.
Ich war allerdings so am Ende, das konnte nicht reichen...also noch eine Flasche Wodka gekauft und mit einem guten Gefühl zu meinem Mitpatienten, welchem ich von Anfang an sagte, dass ich ungerne möchte das er mittrinkt, weil ich nicht daran Schuld sein möchte das er rückfällig wird und seinen Aufenthalt dort gefährdet, denn Alkohol und starke Medikamente sind strikt verboten, auch außerhalb der Klinikzeiten. Er hat sich dann auch daran gehalten.

Irgendwann ging es dann mit dem Taxi nach Hause und meine Erinnerungen verschwinden. Ich habe keine Ahnung mehr, nur noch Bruchteile sind da, bis ich Sonntag Abend wieder zu mir komme. Mehr als das ich mich zwischendurch mal übergeben habe und irgendwie mit irgendwelchen Leuten geschrieben habe weiß ich nicht mehr.
Dann folgte ein Telefonat mit meiner Freundin, dass sie am darauffolgenden Dienstag noch einmal kommen wird...zum letzten Mal...
Es wurde allerdings ein schöner Abend, und sie kam auch Donnerstag wieder...erinnerte mich dann aber daran, dass sie definitiv am 1.1.17. Schluss machen wird, ein für alle mal.

Am Mittwoch wurde ich dann übrigens aus der Tagesklinik geschmissen, weil mein 'netter' Mitpatient mit verpfiffen hat ('er wollte ja nur helfen').

Und so kam es dann auch am vergangenen Sonntag, und ich habe natürlich wieder gebettelt gebettelt und gebettelt...sodass sie diesen Dienstag noch ein allerletztes mal kommen wollte um auch alle ihre Sachen mitzunehmen...Wir hatten eigentlich ein gutes Gespräch und nun bleibt sie 'bis auf absehbare Zeit' noch bei mir...wir wissen beide nicht so genau was das bedeutet.

Und dann ist da ja auch immer noch der andere Typ den sie hat...inzwischen weiß ich, dass er sie nicht mehr wiedersehen will...sie aber hinterherbettelt...also bleibt für mich nur zu hoffen, dass er bei seiner Meinung bleiben wird.

Ich habe nun einfach mal alles so runtergeschrieben, um euch überhaupt erstmal auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen...ein paar Sachen fehlen zwar noch, aber ihr könnt euch vorstellen wie ich nun noch viel viel mehr von der innerlichen Angst beherrscht werde und zu kaum noch was in der Lage bin...

Zum Glück gab es Dienstag noch mal eine neue Packung Lorazepam...die hilft mir momentan beim Atmen...

Danke für jeden Leser und jede Leserin.

Liebe Grüße,
...vieso

5.1.17 10:06

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