Keine Worte..

Hallo an alle die noch ab und zu auf meinem Blog vorbeischauen,

es tut mir leid, aber ich finde einfach keine Worte für die ersten beiden Tage in der Tagesklinik..
Es ist alles noch viel schlimmer geworden und in keinster Weise so wie ich es mir vorgestellt oder/und erhofft habe..

Meine Gefühle sind unerträglicher geworden, die Sachen zwischen meiner Freundin und mir sind negativer geworden und mein Leben fühlt sich 'unlebenswerter' an als je zuvor..

Ich hatte mir wirklich vorgenommen jeden Tag einen Eintrag zu schreiben während ich in der Tagesklinik bin; so ist ja überhaupt erst die Idee mit dem Blog und Twitter entstanden, aber es klappt einfach nicht..ich kann nicht aufschreiben was mich belastet..zu aussichtslos und dunkel ist alles.

Ich wünschte das alles wäre nie passiert. Ich wünschte ich wäre normal. Ich will so nicht sein, es fühlt sich alles falsch an. Es gibt nichts Positives. Ich spiele sogar schon mit dem Gedanken das alles hier zu löschen..denn das will ich nicht sein.

Wenn ihr wissen wollt was ungefähr in mir vorgeht hört und seht euch dieses Lied/Video an...ich denke das trifft es schon ziemlich gut...

https://www.youtube.com/watch?v=HbWPfxc2WZM


Ich bin noch da, ich habe meinen Blog und meinen Twitter Account nicht vergessen...ich habe einfach keine Worte mehr.

..vieso..

29.11.16 23:13, kommentieren

Tagesklinik - Tag 0

Da heute der letzte Tag vor Beginn der Tagesklinik ist denke ich, dass es angebracht ist diesen Blogeintrag "Tag 0" zu nennen.
Ich würde mir gerne so vieles von der Seele schreiben aber mal schauen, ob es klappt...

Bis Gestern konnte ich den Entzug vom Lorazepam nicht aushalten und habe immer wieder etwas genommen, Vorgestern waren es 1mg, Gestern 1,5mg...heute bisher noch nichts..Ich bin am Zittern, sodass ich meine Zigarette kaum zwischen den Fingern halten kann. Mein Beruhigungstee zieht gerade vor sich hin und meine Freundin ist vorhin nach Hause gefahren - zum Glück nicht im Streit. Ich hoffe sehr, dass es heute auch keinen Streit mehr geben wird...meine Nerven liegen wirklich blank, und das nicht mal unbedingt wegen dem Entzug oder sonstwas, sondern momentan größtenteils deswegen, weil in der Anmeldung zur Tagesklinik steht, dass eigene Geräte, wie eben ein Smartphone, komplett verboten sind.
Da ich mich nicht mal mehr an das erinnern kann was Vorgestern war, kann ich mich natürlich auch nicht mehr daran erinnern was der Betreuer im ersten Gespräch zu mir gesagt hat...also ist das Mitführen in der Hosentasche auch verboten? Kann ich nicht mal 'eben auf Toilette gehen' um meiner Freundin zwischendurch zu schreiben? Bleibt wirklich nur die Mittagspause, die dann ist während sie nicht mal Mittagspause hat, um ihr ein bis zwei mal zu schreiben? Das würde ich nicht aushalten...Ich hoffe so sehr, dass die Mitarbeiter auf mich eingehen werden...ich hoffe so sehr, dass ich es mir nicht gleich am ersten Tag selbst versauen werde, denn das Abgeben meines Handys ist absolut unmöglich..das geht nicht..ich muss die Gelegenheit haben wenigstens 'auf Toilette' draufschauen zu können...Ich hoffe sehr, dass die mir da helfen werden...ich meine, das müssen sie doch?!...dafür sind die doch da?!...mein Kopf macht mich verrückt...

Und überhaupt, was soll ich in der Mittagspause machen? Dort steht, dass die Pause zur freien Verfügung steht...im Auto sitzen und hoffen, dass meine Freundin ein paar mal zurückschreibt? Wie soll ich mich den ganzen Tag über auf die Therapie konzentrieren können wenn nur in meinem Kopf ist, dass ich ihr so wenig schreiben kann? Die müssen da doch auf mich eingehen...

Ihr merkt, ich lasse meinen Gedanken gerade einfach freien Lauf...ich bin total überfordert mit der Situation und würde mich am Liebsten mit meinem Handy in einem Bunker verstecken und einfach so weiterleben wie bisher...ich wünschte dieser Tag würde nie ein Ende nehmen...ohman, werden die das wirklich durchziehen und mir die Benutzung des Handys den ganzen Tag über verbieten und mich ansonsten rausschmeißen ?...
Ich weiß es nicht, ihr wisst es nicht, ich muss es morgen herausfinden...
Und ich habe so eine Angst davor da morgen hinzufahren...nicht wegen den Menschen dort oder sonst was, sondern eben wegen diesem Verbot...und weil ich Angst habe, dass meine Freundin mir bis dahin noch nicht mal geschrieben hat...wie soll ich so in den Tag starten ?..ohman meine Nerven liegen echt blank und ich glaube ich hatte noch nie einen so chaotischen Blogeintrag...

Im Moment kommt irgendwie ein großer Hass gegen mich und mein Leben hoch...warum muss ich sowas mitmachen ?
Ich will heute Abend nie wieder zu Hause ankommen nachdem ich in meiner Ruhe-Straße war...ich bin 22 Jahre alt, die wollen mir da doch helfen...da können die mir doch nicht gleich zu Anfang das Handy wegnehmen...dann wird sie noch mehr mit anderen schreiben und sich daran gewöhnen, dass ich kaum erreichbar bin...das geht nicht...niemals.

Ich habe keine Ahnung wie ich den heutigen Tag überstehen soll, ich will ihn ja auch eigentlich gar nicht überstehen..
Und es ist das erste Mal das ich mir nicht jemanden zum Reden wünsche...ich fühle mich gerade einfach so in die Ecke gedrängt vom Leben, dass ich einfach nur wütend und panisch bin...wo soll ich noch hin ? Ich wünschte das wäre alles nie so weit gekommen..

Ich weiß nicht mal was ich jetzt machen soll, nachdem ich diesen Text abgeschickt habe..

Was für mich nun schon mal feststeht ist, dass ich Abends nicht aufhören werde zu Trinken...es ist zwar eigentlich auch untersagt, während der kompletten Therapiezeit, aber das packe ich nicht...

Naja, nun ist meine Freundin wieder zu Hause und das 'Spiel' mit dem Schreiben geht nun wieder weiter...das ich merke wenn sie noch mit jemand anderem schreibt...ich glaube durch den heutigen Tag kann nur Gott mir helfen...ich muss mich irgendwie beruhigen...jetzt...ohne die Tabletten...ohne Alkohol...

Danke an jeden der das hier liest, ich hoffe, dass dies der einzige durcheinander gewürfelte Blogeintrag bleiben wird...

27.11.16 16:11, kommentieren

Eine grauenhafte Nacht, der Entzug und der Freitag..

..und so sitze ich hier nun, kurz nach dem Aufstehen mit unendlicher Angst vor dem heutigen Tag..dafür auch noch total unausgeschlafen und die ersten Entzugserscheinungen sagen auch schon hallo..

Das kein Weg daran vorbeiführt das Lorazepam bis zum Start der Tagesklinik abzusetzen weiß ich ja eigentlich schon seit Monaten..aber ich habe es bis jetzt einfach nicht geschafft..aber nun muss es sein..heißt anstatt 3mg pro Tag gibt es heute maximal 1,5mg für mich, besser wären 1mg (gestern waren es 1,5mg glaube ich).
Um das auszuhalten und um vom Alkohol wegzukommen habe ich gestern ziemliche 'Hammerdinger' von meinem Arzt zum Einschlafen bekommen...leider gingen die voll nach hinten los...da ich schon was getrunken hatte nahm ich letzte Nacht erstmal nur eine Halbe...war um halb 6 wieder wach..nahm die zweite Hälfte...war um halb 9 wieder wach..und seitdem gingen immer nur wieder wenige Minuten schlafen..und immer wieder mit sehr vielen Träumen...bis ich dann nun einfach aufgestanden bin, in der Hoffnung vielleicht doch noch etwas Hoffnung oder Kraft von meiner Freundin zu bekommen...bisher Fehlanzeige..

Sie trifft sich ja heute mit ihrer Freundin...mein Kopf lässt es aber nicht zu..es muss wieder der andere sein..
Aber was soll ich dazu noch schreiben..mein Herz ist so zerdrückt wie noch nie zuvor..

Dazu kommt noch, dass ich wieder mal (auf meinem Wunsch hin) ein neues Medikament bekomme. Dabei handelt es sich wieder um so ein Medikament was man theoretisch 50 Jahre nehmen kann, eben als kleine Unterstützung die allgemeinen Depressionen etwas mehr unter Kontrolle zu haben...Problem daran ist, dass ich auch hier das alte Medikament absetzen und das Neue schleichend steigernd einnehmen muss...
Für alle die noch nicht lange dabei sind:
Es fing im Juli mit Doxepin an, ich spürte nach Wochen nur eine leichte bis keine Wirkung (damals wirkte das Lorazepam auch noch...).
Ab Anfang Oktober stieg ich dann um auf Opipramol, wo der Umstieg auch schon die reine Hölle war.
Und nun steige ich nach fast zwei Monaten wieder um, auf ein neues Medikament namens Mirtazapin, das geht dann ab heute Abend los...heute und gestern Abend habe ich bereits nur eine halbe Opipramol genommen, um den Umstieg schon mal vorzubereiten...
Und ich spüre jetzt schon so sehr die Nebenwirkungen von dem Entzug vom Opipramol und vom Lorazepam..

Für alle die noch nie entzügig von Tabletten waren - Dir ist grundsätzlich schlecht, man muss sich aber (bis jetzt) nicht übergeben (ich hoffe es bleibt so...). Man hat grundsätzlich Magenkrämpfe, und damit meine ich keine Bauchschmerzen sondern richtige Krämpfe, als würde sich der komplette Magen zusammenziehen. Dazu kommt noch ein ständiges Zittern, und natürlich die fehlende Wirkung..wodurch alles andere wieder viel unerträglicher wird und der Drang tagsüber zum Alkohol zu greifen bei mir wieder steigt...und heute ist erst der erste bzw. zweite Tag..und mein Körper bekommt ja noch was..ich traue mich fast gar nicht weiter herunterzugehen..

Nun gerade setzt es bei mir auch schon wieder aus...die Schmerzen werden unerträglich und die Angst vor dem heutigen Tag ist ins Unermessliche gestiegen..ich hoffe so sehr, dass der liebe Gott mir heute ganz besonders beistehen wird, und vielleicht verhindern wird, dass sie wieder fremdgeht...ich bete dafür und breche in Tränen aus...

...vieso...

25.11.16 11:53, kommentieren

Was soll ich euch erzählen...

...denn im Moment kommt einfach nichts aus mir raus...es war schon lange viel zu viel für mich, aber inzwischen ist es für mich gar nicht mehr möglich zu atmen...

Meine Freundin trifft sich morgen mit einer Freundin, und ich kann nicht anders als zu denken, dass es wieder der andere ist..
Ich muss ums Verrecken bis nächster Woche von den Lorazepam Tabletten runter sein..keine Ahnung wie..
Samstag steht vielleicht was an, ich weiß es nicht...ich erfahre so viel Abneigung wie noch nie zuvor..ich kann nicht mehr...

Tut mir leid, dass diesen Monat so wenig von mir kam..aber die Kälte in mir lässt nichts mehr zu was mir vielleicht helfen könnte..
Kann mir überhaupt noch irgendwas helfen? Oder irgendwer?

Mein Leben ist so gef****..entschuldigt den Ausdruck, aber anders kann man es doch gar nicht mehr ausdrücken..

Es gäbe so viel was ich aufschreiben könnte, rauslassen könnte..so viel Negatives..aber es geht nicht..es tut mir leid..

Vielleicht ändert es sich wenn ich in der Tagesklinik bin, vielleicht schreibe ich dann wieder mehr..vielleicht kann ich dann wieder mehr schreiben..vielleicht bringt es mir was..vielleicht wird doch noch alles wieder besser..vielleicht vielleicht..ich will nicht mehr.

Ich wünsche Euch alles Gute auf dieser Welt...vergesst niemals dankbar für das Glück zu sein welches ihr hoffentlich habt...ich wünsche es euch...

...vieso...

1 Kommentar 24.11.16 22:37, kommentieren

Polarnacht

Ich muss gerade einfach anfangen zu schreiben um was loszuwerden, obwohl mir überhaupt nicht danach ist.
Aber seitdem ich weiß, dass meine Freundin mir fremdgegangen ist, ist alles noch so viel schlimmer geworden, so viel unerträglicher...ich halte es nicht mehr aus.
Gestern war das erste Mal, dass sie mich im Regen hat auf sie warten lassen und nicht gekommen ist, nur weil ich vorher angedeutet hatte, dass ich mir Sorgen mache, dass sie wieder fremdgeht...die Sorge darf doch wohl berechtigt sein...

Heute heißt es nun die ganze Zeit auf irgendeine Kleinigkeit zu warten, wenigstens ein Smiley?! Bisher ist noch nichts gekommen und sie schreibt sehr wenig.
Morgen wollten wir ja eigentlich wieder was unternehmen...

Mein Kopf platzt bald...ich weiß nicht mehr wohin...rauche eine Zigarette nach der nächsten und fühle mich so verdammt einsam. Es war doch die letzten Monate schon so unerträglich..aber jetzt?
Ich bin ihr Opfer, ihr Spielzeug...ihr Punchingball..wann immer sie will bin ich da und sie kann mich treten und mich so ans Ende meiner Nerven bringen, dass ich inzwischen sogar schon vor meiner Mutter anfange mir gegen den Kopf zu schlagen und gegen alles andere was mir dann so in die Quere kommt (selbstverständlich keine Personen), einfach nur um schnell irgendeinen Schmerz zu spüren und dann alles in meinem Kopf aussetzt.
Da ich mir als Jugendlicher mal meine Hand ziemlich zertrümmert hatte bekomme ich dort heute noch sehr leicht starke Schmerzen die über Tage anhalten können, und darum geht es ja..
Ich würde in dem Moment einfach alles rauslassen können, rausschreien, auf alles einschlagen und eintreten, mich von oben bis unten aufschneiden und einfach nur blutend auf die Knie fallen und darum beten endlich erlöst zu werden..

Die Tage sind nochmal schwerer geworden weil ich nun tagsüber nichts mehr trinken 'kann'...aber so weit ist mein Verstand noch da, dass wenn ich es nun nochmal mache die Strafe noch höher wird und der Führerschein noch länger weg sein wird.
Mal ganz davon abgesehen wie unverantwortlich sowas ist...aber naja, ich schätze jeder kennt den Gedanken 'ach, ich schaffe das schon, bin doch voll anwesend..'
Außerdem habe ich an dem besagten Tag wirklich nicht viel getrunken, ich habe kaum was gespürt und war nur knapp unter der Grenze eine Straftat begangen zu haben (ab 1,1 Promille wäre dies der Fall).

Dazu kommt noch etwas, über das ich hier leider nicht schreiben 'kann', aber es ist auch so unfassbar belastend...und ich weiß nicht mal, ob positiv oder negativ. Ich weiß nicht, ob ich mich kurz vor einem Fehler befinde oder vor etwas Gutem. Ich sag ja, es ist alles zu viel für mich...schon lange...aber diese Woche hat es echt in sich und die Nächste sieht auch nicht besser aus.

In zehn Tagen geht die Tagesklinik los & ich bin durch den ganzen Scheiß wieder auf 3 - 3,5 mg Lorazepam (Tavor) gekommen...keine Chance mehr davon wegzukommen...ich weiß nicht, wie viele Tabletten ich noch habe, aber ich schätze, dass es bei dieser Konsumierung ca. hinkommen wird, dass ab nächsten Dienstag oder Mittwoch alle Tabletten auf sein werden und dann werde ich durch den harten Entzug durchmüssen, zu allem anderen zusätzlich...

'Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn Du bist bei mir'...ich wünschte ich hätte noch die Kraft die ich sonst immer hatte mich daran festzuhalten...mich ein wenig sicherer zu fühlen...aber es fällt so schwer in den letzten Tagen.

Ich fühle mich als hätte man mich mitten am Nordpol während der Polarnacht aus einem Flugzeug geworfen, mir hinterher getreten, nochmal nachgespuckt und mich dann aufs harte Eis knallen lassen...und da liege ich nun...komplett in der Dunkelheit, kann vor lauter Dunkelheit keinen Weg sehen, keinen Pfad, niemanden der mir aufhelfen kann, niemanden zum reden, einfach niemanden...ich liege da, versuche noch mit letzter Kraft zu kriechen, aber es wird immer kälter und kälter...die Hilferufe übers Handy an meine Freundin werden nur mit 'Du bist krank, nerv mich nicht' beantwortet; ich werde nicht ernst genommen, ich werde nicht mehr beachtet...

Ich glaube ich habe noch nie so unter Tränen und Verzweiflung einen Text geschrieben, aber ich sitze hier gerade, die Tränen laufen fließend mein Gesicht herunter und immer wieder unterbreche ich das Schreiben um an meiner Zigarette zu ziehen und einfach nur den Mund aufzureißen und meine Hände zusammenzudrücken, einfach nur um irgendwie das Gefühl zu haben ich könnte was rauslassen...

Danke fürs Zuhören bzw. fürs Lesen...Ich wünsche Euch alles Gute was auf dieser von Gott geschaffenen Welt existiert und ich hoffe, dass Ihr niemals in so ein tiefes Loch der Hilflosigkeit und Dunkelheit fallen werdet...

...vieso...

18.11.16 12:24, kommentieren

Bild

Ich bin krank ja, schon seit Langem...aber so schlimm war es nie mit mir. DAS warst DU! und NICHT ICH!

15.11.16 23:40, kommentieren

Es wird (vorerst) leer bleiben.

Nachdem ich nun seit vier Monaten in einem ganz tiefem Tal unterwegs war, wurde ich jetzt in ein noch tieferes Loch geworfen, ich schätze ich bin lebend in der Hölle gelandet, jedenfalls fühlt es sich so an.
Meine Freundin hat mir gesagt, dass sie mich schon vor drei Monaten betrogen hat. In dem Augenblick ist für mich alles endgültig zusammengebrochen. Natürlich tut es ihr nicht leid, sie hat weiterhin Kontakt zu dem Typen und das soll wohl auch ihr nächster Freund werden. Ich habe verloren.

Und ich habe nicht nur sie verloren, ich meine das endgültige 'Schlusswort' wird sie noch aussprechen müssen, aber ich habe auch zu einem großen Teil meinen Glauben verloren. Es ist nicht so als würde ich nun sagen, dass es Gott nicht gibt, nein, es wird ihn schon geben, aber er hatte für mich nichts Gutes im Sinn, und das obwohl ich Tag für Tag für etwas Kraft gebetet habe, und eben dafür, dass sie mir nicht fremdgehen wird...Um das gleiche habe ich meinen verstorbenen Verwandten auf den Friedhof jeden Tag gebeten.
Ich habe in meinen Augen alles für die 'Beiden' getan...ich habe jeden Tag gebetet, viele Gebete niedergeschrieben und auswendig gelernt, habe jeden Tag um Vergebung gebeten, war fast jeden Tag am Grab, habe immer sobald es nötig war eine neue Kerze mitgebracht, selbst wenn ich diese von meinem letzten Geld bezahlt habe, es war mir wichtig.

Ich fühle mich nun so alleine gelassen, als wäre alles falsch, als würden nicht mal die 'Beiden' mich lieben und das Beste für mich wollen. Es fühlt sich an, als wäre das falsch und nicht richtig gewesen...als sei mir einfach kein Glück vorherbestimmt, und auch durch Gott zu leben würde das nicht ändern.
Ich habe nun niemanden mehr. Ich schaffe es nicht mal richtig zu Gott zu reden, weil ich auf der einen Seite weiß, dass es falsch ist enttäuscht zu sein, aber ich kann einfach nicht anders. Mein Gefühl sagt mir, dass Gott und mein Verwandter mich im Stich gelassen haben, obwohl ich all meine Hoffnung und so viel Liebe in die 'Beziehungen' hineingesteckt habe.

Am 28.11. könnte die Tagesklinik nun losgehen, wie ich heute erfahren habe, aber bis dahin werde ich wahrscheinlich nicht mehr mit meiner Freundin zusammen sein. Ich bin seelisch immer noch total an sie gefesselt, ich komme nicht von ihr los, es geht nicht..immer noch nicht..aber für mich ist im Momenta klar, dass ich auf jeden Fall keinen körperlichen Kontakt mehr will..ich empfinde nur Ekel.

Jedenfalls fühle ich mich nun unlebendiger als je zuvor, mein Leben ist zu Ende. Mein Körper atmet noch, mein zerquetschtes Herz schlägt auch noch, ja, aber mehr ist da nicht..

Meine Eltern wissen inzwischen über alles Bescheid...meinen Alkoholkonsum, die ganzen Tablette, dass ich meinen Körper zerstöre..alles..das ist alles herausgekommen nachdem ich gestern angetrunken Nachschub brauchte, von der Polizei angehalten wurde und nun bald für einen Monat auch noch meinen Führerschein abgeben muss.

Ich kann nicht mal mehr in meinem Bett schlafen...es geht nicht...verbringe die Nächte nun auf dem Sofa.

Ich denke nicht, dass ich noch Motivation haben werde hier in den nächsten Tagen/Wochen etwas zu bloggen...wozu auch? Auf Twitter gibt es hin und wieder mal einen Tweet von mir, aber was bringt es mir ? Eventuell werde ich meinen Blog, wie es ja eigentlich angedacht war, ab dem ersten Tag in der Tagesklinik wieder fortsetzen, bis dahin wird es sowieso nichts mehr als Panik- und Angstattacken in meinem Leben geben.

Ich fühle mich von allem und jeden komplett alleine gelassen, und ich kann nun gefühlt nicht mal mehr zum Friedhof oder in meine Ruhestraße fahren, weil ich mich dort einfach nicht mehr wohlfühle...Ich dachte dort werde ich so geliebt wie ich bin, und meine Bitten & Gebete werden erhört und ich bräuchte am Ende des Tages keine Angst vor etwas ganz Schlimmen habe.

Ich wünsche Euch allen jedenfalls erstmal alles Gute, nicht jeder hat nur Pech wie ich es habe, deshalb erfreut euch an jedem positiven Teil in eurem Leben, seid und bleibt dankbar dafür, es gibt auf dieser Welt keine Selbstverständlichkeiten.

2 Kommentare 15.11.16 15:36, kommentieren