Und da sitze ich wieder...

...oder immer noch? Knapp ein Jahr ist es nun her, dass ich angefangen hatte Blogeinträge zu schreiben und mich auf Twitter herumzutreiben. Als dann der große Zusammenbruch im Februar kam verabschiedete ich mich erstmal komplett von Allem was mit dem Internet zu tun hat.

Naja, was habe ich in dieser Zeit gemacht? Eigentlich gar nichts...
Was sich in dieser Zeit in meinem Leben (zum Positiven) verändert hat? Gar nichts.

Es ist im Prinzip alles so gekommen wie ich es mir selbst prophezeit hatte; ich hänge nach wie vor am Alkohol - schlimmer als je zuvor - bin komplett in der Dunkelheit versunken und nehme nach wie vor meine Tabletten, allerdings in einer Menge die eigentlich gar nichts mehr bringt, sondern mich nur vor den Nebenwirkungen eines Entzugs schützt.

Mein Tagesablauf besteht eigentlich nur noch aus Schlafen und...nichts...einfach irgendwie da sein...existieren.

Ich bin nach wie vor alleine und sehr unglücklich. Die Tage und Nächte ziehen so an mir vorbei und die Uhrzeit hat inzwischen gar keine Bedeutung mehr für mich...es ist am Ende des Tages ja sowieso egal wann oder ob ich überhaupt wach bin.

Seit Monaten gibt es niemanden mehr mit dem ich wirklich über meine Probleme reden kann, aber irgendwie will ich das ja auch gar nicht...denn ändern würde es nach wie vor sowieso rein gar nichts...außer das vielleicht noch mehr Sachen immer und immer wieder hochkommen würden.

Es ist schon ziemlich krass, dass dieser Schmerz im Herzen einfach nicht mehr aufhört...Vor ein paar Monaten dachte ich noch, dass sich das bestimmt mal geben wird...sich verringern wird...aber keine Spur...es fühlt sich eher so an als würde immer noch alles schlimmer werden...

Und das Schlimmste ist für mich momentan das die Winterzeit bevorsteht...die Weihnachtszeit...die Zeit im Jahr die ich sonst so sehr geliebt habe...die mir sonst so eine Freude gemacht hat...Weihnachtsmarkt...Weihnachten...Silvester...aber dieses Jahr werde ich einfach alleine sein...so allein das ich mir nicht im Entferntesten vorstellen kann wie ich das innerlich aushalten soll...

Dazu kommt noch, dass ich momentan nicht mal mehr ein Auto zur Verfügung habe...also gibt es schon seit (gefühlten) Ewigkeiten keine Möglichkeit mehr für mich, mich wenigstens so zu motivieren tagsüber nichts zu trinken um Abends zum Friedhof fahren zu können...

Das soll es erstmal wieder gewesen sein...keine Ahnung, ob ich es wieder weiterführen werde...denn inzwischen passiert einfach wirklich gar nichts mehr in meinem Leben...nichts Neues mehr...

...vieso hört es nicht endlich auf...

3.11.17 11:24, kommentieren

Ein trostloser Nachmittag

Ich sitze hier mitten in der neuen schulischen Maßnahme die mir eigentlich helfen sollte, aber seitdem ich komplett alleine bin halte ich es hier kaum ein paar Minuten aus ohne rauszugehen und die Tränen wieder fließen zu lassen.
Zum Glück ist hier eine Sozialpädagogin die Bescheid weiß, dadurch wird es bei mir geduldet, dass ich einfach so aufstehe und rausgehe. Genau so ist es nun gerade auch wieder...ich konnte einfach nicht mehr bei den ganzen Leuten sitzen die glücklich und die ganze Zeit am Lachen sind.
An meinem ersten Tag hier kümmerte sich noch eine um mich, aber die hatte schon nach zwei Tagen keine Lust mehr auf mich & ignoriert mich seitdem, keine Ahnung was ich ihr getan habe, aber wahrscheinlich ist es das gleiche wie immer...irgendwann bin ich einfach nur noch nervig und nichts mehr wert...
Noch zwei Stunden und ich bin wieder zuhause bei meinem einzigen Freund der mir hier auf Erden geblieben ist...Er wird mich trösten...aber spätestens morgen früh bin ich wieder nüchtern und der nächste Tag vom Rest meines dunklen Leben fängt an...

Danke an jeden Leser und an jede Leserin

28.2.17 15:35, kommentieren

Die Überlegung mein Leben aufzuschreiben

Seit einigen Tagen überlege ich, ob ich einfach mal mein Leben aufschreiben soll. Es wäre ein langes und großes Projekt welches ich vor mir hätte und ich hätte die Chance mich nochmal mit allen Problemen aus meiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Leider weiß ich noch nicht genau wie ich das anstellen sollte.
Wirklich ein Buch zu schreiben und es irgendwann für Geld zu veröffentlichen sehe ich als sehr realitätsfern an.
Die andere Möglichkeit wäre Stück für Stück zu schreiben und einen neuen Blog zu veröffentlichen, in dem es eben nur um meine Vergangenheit geht.
Eine weitere Möglichkeit wäre über einen Internetseite den Vertrieb usw soweit in die Wege zu leiten, dass man es tatsächlich in Buchform auf diversen Internetseiten bestellen könnte.

Dieser Gedanke schwirrt momentan einfach in meinem Kopf herum und ich werde mal schauen wie es damit weitergeht...vielleicht ja auch ein Leser meines Blogs eine Idee wie es am besten wäre.

Das auch noch auf dieser Seite zu machen wäre glaube ich zu unübersichtlich...dann kommt ein mal was vom aktuellen Stand und dann auf einmal wieder eine Geschichte aus meiner Kindheit, ich denke das wäre wirklich nicht der richtige Weg.


Danke fürs Lesen

3 Kommentare 26.2.17 19:39, kommentieren

Mein Leben ist für mich vorbei

Mein Blog, Twitter, YouTube, Twitch...alles war sehr unsortiert in der letzten Zeit und vor ein paar Tagen ist schlussendlich das, wovor ich die letzten 8 Monate unfassbare Angst hatte, eingetroffen...ich habe keine Freundin mehr..

Ich kann sagen, dass es mir definitiv so schlecht geht wie noch nie in meinem Leben zuvor. Ich sehe keine Zukunft mehr, es ist alles schwarz.
Zeitgleich ging eine Maßnahme vom Arbeitsamt los, damit ich endlich mal eine Ausbildung bekomme...nach den ersten Tagen kann ich darüber nur sagen, dass es auf mich nicht positiv wirkt und ich mich die meiste Zeit zurückziehen muss weil die Tränen fast ununterbrochen laufen..

Das Lorazepam (Tavor) ist wieder mein täglicher Begleiter, momentan pendel ich zwischen 2-4mg am Tag. Wiedermal teste ich ein neues Antidepressivum mit dem Namen Venlafaxin. Ich nehme es erst seit ein paar Tagen und kann dementsprechend noch keine Wirkung spüren, aber wenigstens auch (noch) keine Nebenwirkungen, die in der Regel ja immer ziemlich schnell eintreten.

In meinem Kopf ist mein Leben gelaufen...ich werde nie wieder eine Freundin haben...ich werde nie wieder glücklich sein...es wird nie wieder ein Tag vergehen an dem ich nicht weine...es wird nie wieder einen Tag geben an dem ich keinen Alkohol trinke...inzwischen habe ich darüber auch schon den Überblick verloren...wenn ich zu Hause bin trinke ich einfach so wie ich es brauche um mich etwas zu beruhigen, Bier und Wodka bis der Schmerz etwas gelindert wird..Vom Zigarettenkonsum mal ganz abgesehen..
Morgens gibt es immer einen ordentlich Schluck Wodka mit einer Lorazepam Tablette um wenigstens halbwegs in den Tag zu kommen...meinen morgendlichen Kaffee lasse ich seit ein paar Tagen auch komplett weg, weil ich einfach gar nicht mehr richtig "wach" sein möchte...

Da ich irgendwas machen muss, irgendwie meine Lebenszeit umgehen muss, fange ich nun wieder an Blogeinträge zu schreiben...YouTube/Twitch ist momentan nicht möglich, weil ich nicht erzählen könnte ohne zu weinen...

Ich weiß ich habe hier alles vernachlässigt, also meinen Blog und Twitter, aber vielleicht finden sich ja wieder ein paar Leute die es noch interessiert was aus diesem Verlierer so geworden ist und noch werden wird.

Danke an jeden Leser und jeder Leserin

2 Kommentare 26.2.17 16:02, kommentieren

Ein neuer Versuch Blogeinträge zu schreiben...

Ich stehe gerade vor einem Friseursalon, weil ich meinen Onkel hingefahren habe & nun warte das er fertig wird. Alleine dieser kurze Moment in dem ich nun draußen im Auto sitze ist wie ein kleiner Urlaub für mich...ich sehe den Regen, ich sehe den stürmischen Wind, viele Autos die hier vorbeifahren und bis auf den Wind und ein paar Autos höre ich gar nichts...keine Computergeräusche, keine Ingame-Sounds von World Of Warcraft, kein Scheiß der auf YouTube nebenher läuft, kein Gestarre aufs Handy, ob und wann meine Freundin mal wieder schreibt, und das obwohl ich gerade auf dem Handy schreibe...der Druck ist gerade einfach mal weg. Es fühlt sich alles ein klein wenig erlösend an.


Jeden Morgen nach dem Aufstehen überlege ich einen Blogeintrag zu schreiben, aber irgendetwas hindernd mich daran...irgendwas in mir drin...ich weiß nicht was. Ich versuche nun einfach immer mal wieder zum Handy zu greifen und so Momente festzuhalten & es am Abend dann als einen Blogeintrag zu veröffentlichen.
Ich hoffe, dass kommt bei euch auch gut an, aber in erster Linie geht es mir darum wieder zum Schreiben zu finden.



Inzwischen sind einige Stunden vergangen & ich sitze mal wieder in meiner 'Ruhestraße', obwohl sie das inzwischen eigentlich gar nicht mehr ist...ich komme eigentlich gar nicht mehr zur Ruhe..außer abends, wenn der Alkohol wieder wirkt..und das ist auch der einzige Gedanke den ich gerade habe, weshalb ich nun auch wieder nach Hause fahren werde...morgen heißt es früh aufstehen um zu einem Termin zu gehen, das heißt das ich heute Abend etwas aufpassen muss wie viel ich trinke...ob ich das wohl schaffen werde...ich will ja einfach nur müde sein, keine Gedanken haben und einschlafen...

11.1.17 23:37, kommentieren

Update 2017

Hallo !

Ja, lang ist's her, dass ich mich hier mal wieder gemeldet habe. Ich versuche Euch einfach mal ein kurzes Update da zu lassen, für die Leute die immer noch interessiert sind.

Am 28.11.2016 ging dann die Tagesklinik los, in der Nacht davor war mein Kater verstorben.
Der erste Tag war wirklich die reinste Hölle weil es einfach ein ganz anderes Umfeld war und ich jede Sekunde damit konfrontiert war, dass ich dort sein muss weil ich krank bin - Zuhause geht es mir einfach 'sehr schlecht', dort bin ich krank - Und mit diesem Gefühl gingen auch die nächsten Tage weiter & sie fingen dort an mir mein Handy wegzunehmen, damit ich nicht mehr mit meiner Freundin schreiben konnte, weil das ja wohl für beide Seiten nur entlastend sein kann und eher zu einer Besserung führen könne. Kurz davor war ich noch direkt rückfällig geworden und hatte mir ordentlich mit Lorazepam (Tavor) und Alkohol die Gefühle weggepustet.

Das Handyverbot führte zum genauen Gegenteil von dem wovon die Ärzte dort ausgegangen sind. Ich war so unruhig und wenn ich das Handy dann endlich mal hatte konnte ich gar nicht mehr anders als meiner Freundin ununterbrochen mit Fragen auf den Nerv zu gehen, weil ich sie so noch viel mehr vermisst habe. Das zog sich dann über zwei bis drei Wochen und der Zustand zwischen uns wurde immer schlimmer.

Fortschritte bis dato in der Tagesklinik? Fehlanzeige...ich habe es so aussehen lassen als gäbe es welche, um meine Ruhe und eben auch mein Handy zurückzubekommen, aber es hat kein Stück geholfen.
Auch das neue Medikament (Quetiapin, 4x25mg täglich) schlägt wie gewohnt bei mir kein Stück an. Das Mirtazapin habe ich auch in Eigenregie einfach mal erhöht, und nehme nun anstatt 45mg eben 60mg am Tag, aber auch dort gibt es nach wie vor keine spürbare Wirkung.

Dann stand Weihnachten vor der Tür, der Freitag vor Weihnachten & ein riesen Streit entfachte schon Mittags zwischen meiner Freundin und mir. Ein Mitpatient sagte mir, dass ich mich ruhig später bei ihm melden könne und vorbeikommen dürfte, da seine Frau sowieso auf Nachtschicht wäre. Der Streit eskalierte immer mehr und ich fand mich wiedereinmal in der Notaufnahme wieder...20 Tabletten Lorazepam...ein kleiner gefühlter Erfolg.
Ich war allerdings so am Ende, das konnte nicht reichen...also noch eine Flasche Wodka gekauft und mit einem guten Gefühl zu meinem Mitpatienten, welchem ich von Anfang an sagte, dass ich ungerne möchte das er mittrinkt, weil ich nicht daran Schuld sein möchte das er rückfällig wird und seinen Aufenthalt dort gefährdet, denn Alkohol und starke Medikamente sind strikt verboten, auch außerhalb der Klinikzeiten. Er hat sich dann auch daran gehalten.

Irgendwann ging es dann mit dem Taxi nach Hause und meine Erinnerungen verschwinden. Ich habe keine Ahnung mehr, nur noch Bruchteile sind da, bis ich Sonntag Abend wieder zu mir komme. Mehr als das ich mich zwischendurch mal übergeben habe und irgendwie mit irgendwelchen Leuten geschrieben habe weiß ich nicht mehr.
Dann folgte ein Telefonat mit meiner Freundin, dass sie am darauffolgenden Dienstag noch einmal kommen wird...zum letzten Mal...
Es wurde allerdings ein schöner Abend, und sie kam auch Donnerstag wieder...erinnerte mich dann aber daran, dass sie definitiv am 1.1.17. Schluss machen wird, ein für alle mal.

Am Mittwoch wurde ich dann übrigens aus der Tagesklinik geschmissen, weil mein 'netter' Mitpatient mit verpfiffen hat ('er wollte ja nur helfen').

Und so kam es dann auch am vergangenen Sonntag, und ich habe natürlich wieder gebettelt gebettelt und gebettelt...sodass sie diesen Dienstag noch ein allerletztes mal kommen wollte um auch alle ihre Sachen mitzunehmen...Wir hatten eigentlich ein gutes Gespräch und nun bleibt sie 'bis auf absehbare Zeit' noch bei mir...wir wissen beide nicht so genau was das bedeutet.

Und dann ist da ja auch immer noch der andere Typ den sie hat...inzwischen weiß ich, dass er sie nicht mehr wiedersehen will...sie aber hinterherbettelt...also bleibt für mich nur zu hoffen, dass er bei seiner Meinung bleiben wird.

Ich habe nun einfach mal alles so runtergeschrieben, um euch überhaupt erstmal auf den aktuellen Stand der Dinge zu bringen...ein paar Sachen fehlen zwar noch, aber ihr könnt euch vorstellen wie ich nun noch viel viel mehr von der innerlichen Angst beherrscht werde und zu kaum noch was in der Lage bin...

Zum Glück gab es Dienstag noch mal eine neue Packung Lorazepam...die hilft mir momentan beim Atmen...

Danke für jeden Leser und jede Leserin.

Liebe Grüße,
...vieso

5.1.17 10:06, kommentieren

Tagesklinik - Die erste Woche

Die erste Woche der Tagesklinik ist vorbei, und ich kann gar nicht beschreiben was die Klinik mit mir gemacht hat bzw. macht..
Ich fühle mich so unfassbar unwohl, ich weiß nicht mehr wer ich bin..
Ich weiß auch nicht mehr wie ich mir die Tagesklinik im Vorhinein vorgestellt hatte, auf jeden Fall ganz anders als sie ist..

Das ich den ganzen Tag kaum mit meiner Freundin schreiben kann hat alles noch viel schlimmer gemacht...mein Bedürfnis nach Zuneigung von ihr...wodurch ich immer wieder anfange Fragen zu stellen die sie nerven, wodurch es dann wiederum Streit gibt.
Meine Verlustangst...die Häufigkeit meiner Panikattacken...mein starkes unkontrollierbares Zittern...es ist einfach alles schlimmer geworden und ich wünschte mir ich hätte niemals eingewilligt dort hinzugehen...ich hätte einen anderen Weg finden oder versuchen sollen.

Ich fühle mich dort eingeschlossen, unter Druck gesetzt und einfach fremd...gar nicht wegen den anderen Patienten dort, die sind alle in Ordnung, sondern weil ich mich dort einfach falsch fühle...

Seit Montag esse ich noch weniger als davor sowieso schon...ich kann einfach nicht mehr essen.

Mal halbwegs vernünftig schlafen, wenn auch mit vielen Alpträumen, ist seitdem auch nicht mehr möglich..

Momentan sehe ich keinen Sinn mehr in irgendwas und ich weiß noch nicht mal warum ich hier gerade was schreibe..denn irgendwie ist doch auch das sinnlos...ich könnte meine ganze Seite vollschreiben mit dem was passiert ist und warum es von Tag zu Tag schlimmer wird, aber ich sehe einfach keinen Sinn dadrin...

Ich dachte ja in den letzten Wochen und Monaten schon, dass ich mich einsamer nicht mehr fühlen könne, aber damit hatte ich mich getäuscht...noch nie habe ich mein Leben als so ausweglos und sinnlos empfunden..von den Schmerzen mal ganz zu schweigen..
Die Hoffnung, dass das Wochenende daran was ändern könnte ist auch kaum gegeben, weil die Gedanken schon wieder bei der nächsten Woche sind und die definitiv nochmal schlimmer wird...viel schlimmer...

...vieso...

3.12.16 11:37, kommentieren